WTF is Fast Fashion?



Unter Fast Fashion versteht man, ganz simpel erklärt, das schnelle Kopieren aktueller Trends in der Mode.
Sechs bis acht Kollektionen pro Jahr, ein sogenannter Quick-Response-Ansatz um die neuesten Modelle bekannter Designer zu deutlich günstigeren Preisen anbieten zu können,  die Nachproduktion von Bestsellern innerhalb weniger Wochen,  um uns mit den immer schneller werdenden Modetrends zu versorgen und sie in unsere Schränke zu bringen. H&M, Zara, ASOS und Co., um nur einige Namen zu nennen, machen ihre Jobs gut. Aber das zu einem hohen Preis. Nicht unbedingt für den Endverbraucher wie dich und mich, aber für die Menschen die die Kleidung herstellen. Für die Menschen die die Baumwolle für das 3€ Shirt anbauen, für die, die die Farbe auf und in dein Shirt, deine Jeans, deinen Sweater, deinen Mantel bringen und damit nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Umwelt, ihr Grundwasser, mit den eingesetzten Pestiziden vergiften. Für die Menschen die in dieser Fabrik in Bangladesh, in Indien, in Pakistan, in China sitzen, die kein fliessendes Wasser, keine Toilette, manchmal noch nicht mal Fenster hat. In der sie Schichten arbeiten von 12 oder 16 oder 18 Stunden, mit sehr wenig oder einfach gar keiner Pause. In Ländern in der die Textilindustrie bis zu 97% des Bruttoinlandsprodukts stellt und so ihren Landsleuten teils keine Wahl lässt womit sie sich ihr weniges Geld verdienen mit dem sie ihre kleine oder oft auch große Familie ernähren. Es ist schwierig der Versuchung der großen Fast Fashion Ketten zu widerstehen. Der westlich-verwöhnte Gedanke sich jederzeit alles leisten zu können, weil alles jederzeit verfügbar ist, ist einfach zu verlockend. Es muss aber nicht immer so bleiben, es kann auch anders sein. Es muss nicht immer alles neu sein was glänzt, und genau da kommen wir ins Spiel.